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Kontenmodelle oder das Konzept von „Wie werde ich reich?“

Ich habe schon oft die Aussage gehört „Reich wird man nur vom Behalten“ (oder man hat eine besonders tolle Idee). Wie so oft wird diese Aussage jedoch von unterschiedlichen Menschen unterschiedlich interpretiert?

Einige behalten jeden Cent und fühlen sich dann auch nicht reich, denn was soll man mit Geld, das man dann nicht ausgeben kann?

Reich bedeutet also scheinbar etwas anderes.

Für mich bedeutet es Geld zu haben, für die Dinge die man sich leisten möchte, doch dafür muss man sein Geld auch ausgeben dürfen.

Ist es also doch nur wenigen Menschen vorbehalten „reich“ zu sein? Und zwar nur denen, die sooo viel haben, dass sie einen Teil behalten können von dem Sie aber dank Zins und Zinseszins noch wunderbar ausgeben können? Ich glaube nicht!

Die Frage ist nur, wie wir es schaffen Ausgeben und Behalten in für uns lebbare und angenehme Balance zu bringen. (lies vorher vielleicht auch etwas über deine Geldpersönlichkeit)

Kontenmodelle

So individuell wie unsere Wünsche ist auch der Umgang mit Geld daher gibt es auch zum Thema Kontenmodell eine Menge großartiger Ideen. Diese reichen von einem Konto bis zu 10 Konten … es liegt an dir zu entscheiden mit welcher Anzahl von Konten du arbeiten möchtest. Prinzipiell ist mit der nötigen Disziplin der Ansatz auch mit einem Konto zu schaffen. Leichter ist es jedoch mit mindestens 2 Konten.

Einige Menschen und (selbsternannte) „Finanztrainer“/"Moneycoaches" wie T.Harv Eker (Autor von „So denken Millionäre“), Bodo Schäfer („Der Weg zur finanziellen Freiheit“) oder Robert Kiyosaki („Rich Dad Poor Dad“) variieren zwar in der Anzahl der empfohlenen Kontenanzahl, doch sind sie sich alle in wenigstens folgenden Punkten einig:

  • Ein Konto für laufende Kosten
  • Ein Teil seines verdienten Geldes sollte man zurücklegen für Investitionen die hoffentlich so getätigt werden, dass sie irgendwann so viel abwerfen, dass sie die Fixkosten decken und man finanzielle Freiheit erreicht!
  • Ein weiterer Teil des Geldes sollte für Bildung ausgegeben werden! Klingt irgendwie logisch. Wer sich bildet, auf dem neusten Stand bleibt, gerade auch was Investitionen aber auch generelle Trends etc. angeht, wer offen bleibt für Ideen und über den eigenen Tellerrand hinausblickt, bleibt auch mit seinen Geldanlagen flexibel und läuft weniger Gefahr Geld zu verlieren.
  • Ein Teil des Geldes sollte in Spenden fließen oder für soziale Zwecke verwendet werden

Damit wären es laut Experten schon 3 – 4 Konten, die jeder haben sollte.

Theoretisch ist der Ansatz folgender:

Konto 1: Laufende Kosten / Fixkostenkonto

>>> Hier liegen 50- 55% deines monatlichen Nettoeinkommens bereit für deine Lebenserhaltungskosten, wie bspw.: Miete, Nahrung, Mobilität (Auto/Bahn etc.)

REGEL für das Konto: Das muss ausreichen! Das tut es auch. Wir reden uns viel häufiger ein wir bräuchten mehr. Wenn du dir sagst du hast nur Summe x (50% vom Gesamt Nettoeinkommen für diese Dinge zur Verfügung, dann wirst du irgendwann auch Mittel und Wege finden das so zu leben)

Konto 2: Finanzielle Freiheit

>>> 10% des Nettoeinkommens

REGEL für das Konto: NIEMALS Geld aus diesem Konto herausnehmen (außer natürlich um es in ein Projekt zu investieren dass dir dabei hilft dein Ziel der finanziellen Freiheit zu erreichen) Dieses Konto ist also ein Fond, ein Depot, eine Immobilie, eine automatisiertes Geschäft … etwas das Geld abwirft und zwar ab einer bestimmten Summe mehr als du mit den anderen Konten ausgibst! Dieses Konto soll dich irgendwann einmal TRAGEN! Damit du nur noch arbeitest was, wo und wann du willst, wenn du willst!

Konto 3: Spendenkonto

>>> 5-10% Je nachdem wie viel du auf deinem Fixkostenkonto hast. Du kannst auch statt Geld deine Arbeitszeit „Spenden“. Wenn dir aber auffällt dass dir das Spenden von Geld wesentlich schwerer fällt solltest du eher DAS tun. Umso entspannter du damit wirst umso weniger verbissen wird dein Umgang mit Geld werden und du wirst ganz andere Effekte auf deinen kompletten Geldfluss erkennen.

REGEL für das Konto: Der Betrag muss anderen zu Gute kommen!

Konto 4: Bildungskonto

>>> 10% für Workshops, Seminare, Coachings, Netzwerke etc.

Konto 5: Spaßkonto

>>> 10% des Nettoeinkommens.

Dieses Konto ist eines meiner liebsten Konten geworden. Diesen Ansatz teilen jedoch nicht alle Finanzgurus. Ein Spaßkonto heißt: einen Teil des Geldes tatsächlich dafür zu nutzen sich etwas zu gönnen. Egal wie absurd der Kauf ist oder wie nutzlos er erscheinen mag.

Das hängt glaube ich auch etwas an den unterschiedlichen Geldpersönlichkeiten, die es gibt. (mehr zu den Geldpersönlichkeiten hier). Für „Sparer“ ist es eine unglaubliche Herausforderung dieses Konto zu haben und darin besteht auch das größte Wachstum.

REGEL für das Konto: Dieser Betrag muss am Monatsende weg sein! Ausgegeben für SPAß!

Konto 6: Sparkonto

>>>10% des Nettoeinkommens. Für größere Ausgaben (Urlaub, Autokauf, TV-Kauf, Absehbare Anschaffungen die man rechtzeitig ansparen kann um sie dann nicht auf Kredit tätigen zu müssen)

REGEL für das Konto: Erst dann den Betrag abheben, wenn du dir davon das kaufen kannst, für was das Geld geplant war!

Weitere Konten

könnten für weitere Ausgaben/Spardinge eingerichtet werden.

Bsp: … also Konto 6 wäre für den TV, Konto 7 für den Urlaub, Konto 8 für das Haus oder die Couch oder oder oder….Das ist zwar nett und übersichtlich und hilft gerade auch den Menschen, die eher dazu neigen alles auszugeben, kann aber auch davon abhalten genau die wichtigste Regel umzusetzen

 

Wichtigste Regel: >>> MACH ES! <<<<

Ins TUN zu kommen und das ist wie bei jeder Veränderung im Leben das WICHTIGSTE! Dieses Konten-System/ Kontenmodell soll helfen seinen Finanzen in den Griff zu bekommen und nicht noch mehr Stress aufwerfen!

Also keine Panik!

Du muss keine 6 weiteren Konten zu deinem Gehaltskonto eröffnen, schon gar nicht wenn diese zusätzlich Geld kosten ;) Du darfst natürlich – wenn DIR das hilft! Marmeladengläser tun es für den Anfang aber auch oder Spardosen oder andere Gefäße in die Du in regelmäßigen Abständen eine gewissen Summe "einzahlst". Für den Anfang kannst du auch Centbeträge einzahlen.

Es geht um den bewussten Umgang mit Geld!

Überlege dir einfach wie viele Konten für dich Sinn machen. Ich persönlich habe z.B. kein Spaßkonto sondern hebe den Betrag einfach ab. Dann weiß ich was ich ausgeben kann, stoppe aber auch rechtzeitig, wenn der Geldbeutel nicht mehr hergibt!

Das Modell soll helfen bei Fragen wie:

Was habe ich an Geld am Monatsanfang zur Verfügung und wie schaffe ich es so zu verteilen, dass ich langfristig etwas davon habe?

Wie kann ich Schritt für Schritt Geld ansparen und mir ein Polster mit dem dazugehörigen Spaß und einem funktionierenden Sozialleben?

Eine gesunde Balance – auch wenn es um Geld geht!

Wir verbinden Sparen so häufig mit schlechten Eigenschaften wie Gier, Geiz oder Freudlosigkeit dass viele es einfach möglichst schnell wieder sein lassen, oder erst gar nicht damit beginnen und sich dann ggf. im Alter sorgen müssen oder werden. Es geht beides, wenn man lernt die nötige Balance zu halten.

Beginne mit dem, was dir zur Verfügung steht und steigere deine „Einlagen“ in die Konten Stück für Stück. Mach dir ein Spiel daraus, aber verpflichte dich eine Weile dazu bevor du es wieder aufgibst. Alte Gewohnheiten sind oftmals etwas hartnäckig.

Also gib dir etwas Zeit für den neuen, spielerischen Umgang mit deiner Kohle, damit du auf Dauer viel mehr Spaß damit haben kannst.

Die Idee ist nämlich: Wer Spaß an und mit Geld hat, wird auf Dauer auch mehr davon haben.

Wer gut mit seinem Geld wirtschaftet, entspannt im Geben und Nehmen von Geld ist, der wird eines feststellen: den entspannteren Umgang mit der ganzen Thematik. Dann kann Geld das sein was es ist: GELD


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